Archiv der Kategorie: Themen

Tino Standhaft & Norman Daßler im Konzert

„Layla“ was here…

Strahlend blauer Himmel und Flieder in voller Blüte. Der Frühling bescherte uns einen farbenprächtigen Rahmen für unseren Saisonauftakt. Das erste Mal in diesem Jahr zog wieder der Duft von Pilgerwaffeln und Kaffee durch die Horburger Marienkirche.

Und bereits das dritte Jahr in Folge sorgten „Tino Standhaft & Norman Daßler“ für eine mitreißende Konzertstimmung. Die beiden genialen Musiker brachten u.a. Klassiker der Rolling Stones, von Neil Young, Bob Dylan und Eric Clapton („Layla“ – Blogtitel 🙂 ) in einer Art zum Klingen, die bei vielen im Publikum Gänsehaut verursacht hat. Mit toller Stimme und brilliantem Gitarrenspiel, aber auch mit ihrer sympathischen Art eroberten sie einmal mehr die Herzen der Horburger. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Danke Sparkasse

Noch in diesem Jahr beginnen in der Horburger Marienkirche Bauarbeiten. Die an ihrem Platz durch Salze gefährdete Skulptur des Naumburger Meisters wird einen neuen Standort im Kirchenraum erhalten. Zum Aufgabenpaket (wir sagen dazu 1. Bauabschnitt) gehören Restaurierungsarbeiten an der Madonna, die Fertigung und der Einbau eines neuen Sockels, eine bauhistorische Befundung, Malerarbeiten und der endgültige Einbau der beiden Fenster des Glasmalers Jochem Poensgen.

Noch in diesem Jahr werden die Planungen und Vorbereitungen für den 2. Bauabschnitt beginnen. Die eindrucksvolle romanische Turmkapelle soll ein Raum der Stille werden. Auch dort werden drei Fenster des namhaften Künstlers dem Raum eine hohe spirituelle Qulität geben.

Der 3. Bauabschnitt (die Planungen dafür liegen vor) wird die eigentliche Sanierung des Kirchenraumes mit Einbau von Küche und WC beinhalten. Letztere sind für die Sicherung des ehrgeizigen Kultur- und Bildungsprogramms unverzichtbar.

Zu unseren Visionen gehört, dass eines Tages alle Fenster der Pilgerkirche die Hanschrift von J. Poensgen tragen.  Die Beauftragung der künstlerischen Konzeption dafür wäre eines der Etappenziele.

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Nun danken wir der Saalesparkasse für die großzügige finanzielle Zuwendung zur Verwirklichung unserer Ziele in der Denkmalpflege. Die Mittel stammen aus dem PS-Lotterie-Sparen. Und somit danken wir auch all denen, die als Kund_innen der Sparkasse mit ihrer Sparleistung die Unterstützung der kulturellen und sozialen Arbeit der Vereine möglich machen. Nicht zuletzt möchten wir uns bei der Sparkassenfiliale Günthersdorf für das stets partnerschaftliche und lösungsorientierte Miteinander bedanken.

 

 

Musikschulen öffnen alte Dorfkirchen

In Brandenburg ist die Veranstaltungsreihe „Musikschulen öffnen Kirchen“ eröffnet worden. Die Veranstaltung gibt es schon seit 2007 – initiiert vom Verband der Musik- und Kunstschulen. Auf dem Programm stehen Konzerte – von Klassik bis Jazz. Zum Rahmenprogramm gehören Kaffeetafeln im Grünen, Orgelvorstellungen, Kirchenführungen, Turmbesteigungen und Sommerfeste. Die Einnahmen dienen dem Erhalt der Dorfkirchen.

Das ist ja genau das, was wir als Freundeskreis auch machen! Wir öffnen die Horburger Kirche für verschiedenste Veranstaltungen, füllen sie mit Leben und wollen mit den Spenden ihren Verfall verhindern.

Was uns an der Aktion in Brandenburg gefällt? Dass es eine landesweite Aktion ist, die viele Kirchen und viele Unterstützer_innen einbindet und sie damit viel mehr Aufmerksamkeit bekommt; aber auch, dass das Land Brandenburg die Konzertreihe nicht nur finanziell unterstützt. Kulturministerin Martina Münch hat nämlich die Schirmherrschaft übernommen.

🙂

Mitmachen will gelernt sein

Das, was da aus der Altmark berichtet wird, kennen auch wir.  Eine gute und auch leicht umzusetzende Idee, die geeignet scheint eine Gemeinschaftsaktion anzubahnen, das ganze Dorf einzubinden, ein Erlebnis zu schaffen und nebenbei Geld für den guten Zweck zu beschaffen, führt nicht zum erhofften Ziel. Dort heißt es:

Ein Kunstprojekt in Stendal rund um alte Holzstühle ist bislang auf wenig Resonanz gestoßen. „Wir haben erst fünf Stühle beisammen“, sagte Initiatorin Marion Zosel-Mohr von der Freiwilligen-Agentur Altmark. Das sei zu wenig, deshalb werde die Abgabefrist verlängert. Ursprünglich sollten bis Ende Februar für das Projekt „Kunstauktion Dorfstühle“ alte Sitzmöbel gesammelt werden, um sie durch Künstler_innen für eine Versteigerung kreativ umgestalten zu lassen. Das Geld sollte für einen guten Zweck gespendet werden.

In unserem Falle handelte es sich um eine Ausstellung von Erinnerungsstücken der Familien des Dorfes an ihr Leben in und mit der Kirche. Wir hofften mit unserem Aufruf auf historische Taufkleider und Gesangbücher, auf Konfirmationssprüche und Fotos, auf Glückwunschkarten und vieles mehr zu stoßen. Die Resonanz war deprimierend. Dabei war jeder Haushalt aus vier zugehörigen Dörfern individuell angesprochen worden.  Aus dem Wenigen haben wir trotzdem eine Ausstellung präsentiert.

Hinterher sagten viele der Besucher_innen: „Wenn wir das gewusst hätten!“

 

Kirchengemeinde boykottiert Montagsspiele

Die evangelische Kirche in Bremen zeigt öffentlich Interesse an Fußball und hat sich den Protesten gegen die Montags-Spiele in der Bundesliga angeschlossen. Der Pastor sprach von einer zunehmenden Kommerzialisierung der Fußball-Kultur. Deshalb werde man das Montags-Spiel zwischen Bremen und Köln am 12. März erstmals nicht in der evangelischen Friedensgemeinde öffentlich übertragen. Der Beschluss gehe auf ein Meinungsbild unter Hunderten von Besuchern zurück. – Üblicherweise überträgt die Friedensgemeinde alle Bundesliga-Spiele von Werder Bremen live auf Großbildleinwänden.

Hinweis am Rande: Wir lassen uns vom Fußball-Fieber anstecken und laden während der WM im Sommer zum Public-Viewing in die Kirche ein!

Weniger Kunst und Musik an den Schulen?

In der sächsischen Landesregierung gibt es Pläne, die Zahl der Wochenstunden zu reduzieren, um den Lehrermangel abzufedern. Welche Fächer sind betroffen? Kunst, Musik, die zweite Fremdsprache und Sport. Zwar will das Dresdner Kultusministerium mehr digitale und politische Bildung in die Schulen bringen (sehr zu begrüßen!), aber dafür scheinbar willkürlich bei den Nebenfächer zu kürzen, finde ich problematisch. Sie sind wichtiger Bestandteil der Allgemeinbildung. Warum entschlackt man nicht beispielsweise Mathe oder Physik?

Noch ist nichts beschlossen, aber die Idee allein ist besorgniserregend. Ja! Schule braucht Veränderungen. Veraltete Lehrpläne und überholte Gewohnheiten frustrieren nicht nur Schüler_innen, auch Eltern und künftige Arbeitgeber_innen. Mit vielen Entwicklungen unserer Gesellschaft hält das Bildungssystem schon lange nicht mehr mit.

Deshalb sollte es eine breit angelegte Debatte darüber geben, was Schule in einer digitalen Gesellschaft leisten kann und leisten muss. Zum Muss gehört für mich kulturelle Bildung dazu. Ein Grund, warum es den Freundeskreis gibt, ist der Mangel an Kulturangeboten im ländlichen Raum. Jetzt will sich auch noch die Schule aus diesem Feld zurückziehen?

Übrigens: Tatsache ist auch, dass sich viele Kinder viel zu wenig bewegen. Deshalb müsste es auch beim Thema Sport heißen: Statt weniger – MEHR!

Susanne Lembke