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Wetter geht vor

Teil III der internen Fortbildung für unsere Mitglieder zum Kichenführer fällt heute leider aus. Was ist Schuld daran? Das Wetter! Das fabelhafte Wetter lockt auch unsereins zahlreich in den spontanen Kurzurlaub. Der Winter wird jedoch lang genug sein, um Versäumtes nachzuholen.

Außerdem haben unsere Freiwilligen in diesem Jahr zusammen wieder hunderte Stunden für unser Kulturerbe – die Dorfkirche- geleistet. Da ist mehr freie Zeit willkommen.

In der kommenden Woche schließen wir wieder bis Ostern die Kirche. Dennoch wird es Betriebsamkeit drinnen geben. Die Bauarbeiten beginnen. Nun wird die Horburger Madonna auf einem neuen Sockel einen neuen Standort im Kirchenraum erhalten. Sie wird dort umfangen sein von einem funkelnden Kleid aus Licht, das von den zwei Poensgen-Fenstern her in Rot, Orange und Gelb schon heute faszinierend strahlt.

Bleiben Sie neugierig und kommen Sie im Frühjahr wieder!

Lesemuffel?

Fast die Hälfte der Deutschen macht sich nicht viel aus Literatur. Das ist das Ergebnis einer Umfrage im Auftrag des evangelischen Magazins „chrismon“ (Oktober-Ausgabe). 45 Prozent der Bundesbürger würden sich nie einen Roman kaufen.

Nicht wahr!? So viele Lesemuffel? Das spornt uns natürlich an, auch auf diesem Gebiet aktiv zu bleiben. Unsere Lesenacht für Kinder ist inzwischen eine Institution. Um den klassischen Weg des „reinen“ Vorlesens zu verlassen, haben wir uns von einem Webinar der Stiftung Lesen zum Thema „MINT und Vorlesen: digital“ inspirieren lassen. Vielleicht lässt sich die eine oder andere Idee umsetzen.

Lange denken wir schon darüber nach, eine Lesenacht für Erwachsene zu organisieren. Bislang ist die Idee vor allem an Terminproblemen gescheitert. Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Übrigens erfreut sich unser Bücherregal großer Beliebtheit. So erleben wir immer wieder – so auch am Denkmalstag, dass viele Besucher_innen nicht nur wegen der „Madonna“ kommen, sondern auch gleich auch noch ein Buch mitnehmen. Das freut uns!

Aus der Nachbarschaft

Der letzte Ton verklang und es setzte tosender Beifall ein. Waren nicht auch Pfiffe, Bravo-Rufe und akademisches Klopfen aus den Reihen der ehrwürdigen Konzertbesucher zu vernehmen? Spiel und Gesang schufen eine physische Intensität, der sich an diesem Abend wohl kaum jemand entziehen konnte.

Den RIAS-Kammerchor im Merseburger Dom zu hören, war ein einzigartiges Erlebnis. Brilliant, expressiv und behutsam. Das Orgelspiel von Ilpo Laspas furios. Der Raum spielte in faszinierender Weise mit. Bach, Bruckner, Lizt und Bartholdy standen am Donnerstag Abend auf dem Programm der 48. Merseburger Orgeltage, die zugleich an den 200. Geburtstag des großen Orgelbauers Friedrich Ladegast erinnern. Im nächsten Jahr nicht vergessen! Hingehen!

merseburger-orgeltage

Und auch dies ist eine Information aus der Nachbarschaft. Am kommenden Sonntag wird in der Rittergutskirche Kleinliebenau der Kirchweih-Festgottesdienst mit Pfarrer Dr. A. Meißner gefeiert. Anschließend lädt 17 Uhr der Kleinliebenauer Pilgerchor zu einem Konzert ein. Wir freuen uns darüber, dass zwei von uns ständige Chormitglieder geworden sind.

Kulturpilger

Museumskoffer ist da

Eine Fortbildung weiter und schon gibt es eine Neuerung.

Kinder können in Zukunft mit einem gut gepackten Koffer voller Forschungswerkzeuge die Horburger Kirche innen und außen erkunden. Hilft dabei ein Zollstock oder eine Lupe, eine Kerze oder eine Leine, ein Kompass oder eine Schiefertafel?

Manche werden die Koffer aus der Museumspädagogik der Museen kennen. Probiert es aus! Selbstverständlich können auch die Großen das einzigartige Bauwerk ganz neu entdecken – mit Kreativität, Spieltrieb, Phantasie und Gefühl. Davon bleibt was hängen. Ganz sicher!Bildergebnis für Koffer Cartoon

Tag des offenen Denkmals

Selbstverständlich beteiligen wir uns mit der Horburger Marienkirche, wie etwa 8.000 weitere Denkmale, jedes Jahr am Tag des Offenen Denkmals. Wir lieben diese europäische Bewegung, die einst in Frankreich ihren Anfang nahm. Gibt es noch eine Kirche, die sich nicht auch als Denkmal, als unser gemeinsames Kulturerbe versteht?

„Entdecken, was uns verbindet“ ist das Motto des Jahres 2018. An diesem Tage fahren unzählige Städter raus aus der Stadt, um Denkmale auf dem Lande zu entdecken. An diesem Tage wagen sich Besucher ohne Taufschein in die Dome, Kirchen, Kapellen und Klöster. An diesem Tage begrüßen Fördervereine mit ihrer immer bunter werdenden Mitgliederstruktur Gäste aus Nah und Fern zu Führungen, Aktionen, Kulinarischem, Konzerten, Ausstellungen… Und manch einer wird still in der Kirchenbank sitzen und daran denken, wie die Vorfahren ihn unauflöslich mit diesem Ort und seiner langen Geschichte verbinden.

Wir empfangen unsere Besucher zu Kirchenführungen von 10.30 Uhr bis 16.30 Uhr. Auf alle großen und kleinen Besucher, auf alle Probierfreudigen wartet die kleine Druckwerkstatt des Künstlers Ernst Prochnow aus Horburg in der Kirche.

Rund um die Kirche feiert Horburg sein Volksfest, den Horburger Zwiebelmarkt, der als mittelalterlicher Krammarkt während der Marienwallfahrt seinen Anfang nahm.

Noch manch anderes Bauwerk von Horburg steht auf der Denkmalliste. Bedauerlicherweise meinen (zu) viele Eigentümer, es möge doch lieber nicht dort stehen. Ganz anders die Retter der einstigen Horburger Wassemühle an der Luppe. Sie empfangen Interessierte den Tag lang in ihrem restaurierten Denkmal. Und wer weiß, vielleicht kann zum ersten mal wieder seit Jahrzehnten die Transmission in Bewegung gesetzt werden. Wenn`s klappt! Sie wissen doch, Enthusiasten und begnadete Bastler gibt es überall…

Endlich zu zweit

Mit großer Freude können wir den Einbau des zweiten Poensgen-Fensters vermelden. Viele von Ihnen haben mit Ihren kleinen und großen Spenden mitgeholfen, und natürlich haben auch wir als Freundeskreis Horburger Madonna geholfen. Herzlichen Dank dafür! Die Spendenaktion geht weiter! Noch sind die Fenster nicht vollständig finanziert und die nächsten warten schon in Quedlinburg in den Glaswerkstätten Schneemelcher, um in der Turmkapelle eingebaut zu werden. Mit etwas Glück hat auch die Skulptur des Naumburger Meisters bis zum Heilig Abend ihren neuen Standort eingenommen. Kommen Sie doch einfach mal wieder in unserer Offenen Kirche vorbei und lassen Sie sich vom Licht- und Farbenspiel der Fenster verzaubern.